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Susann Sögil

SusannPorträt

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16.12.2017, 2:14

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Was versteht man unter Blutegelbehandlung?

Kleiner Biss mit großer Wirkung.

Es ist eine blutentziehende, ausleitende Behandlungsmethode. Der Blutegel wirkt örtlich aber auch auf den gesamten Organismus. Örtlich hemmt er die Blutgerinnung, beschleunigt den Lymphstrom, wirkt Gerinnselbildung entgegen und ist entzündungswidrig.

Wie geht die Behandlung vor sich?

Ansetzen von Blutegeln

 Zwischen 2 und 10 Blutegel werden auf die zu behandelnden Hautstellen aufgelegt; der Biss wird wie einen Mückenstich und anschließend kurz als leichtes Brennen wahrgenommen und hinterlässt eine dreieckige Wunde (wie ein Mercedes Stern).

Nach dem Abfallen des Blutegels sickert bis zu 12 Stunden Blut nach (in seltenen Fällen auch ein bisschen länger), da der Blutegel den Blutgerinnung hemmenden Stoff, das Hirudin in den Körper bringt.

Das lange Nachbluten ist für den Erfolg der Behandlung und die Reinigung der Wunde wichtig.

Ein Blutegel saugt ca. 3-6 ml Blut, das Nachbluten beläuft sich auf 20-30 ml. Die Wunde werde ich verbinden und Sie bekommen Verbandsmaterial zum Wechseln mit nach Hause. (damit Sie ihren Verband wechseln können.)

Den Tag danach kommen Sie in meine Praxis zum Verbandswechsel und Kontrolle.

Was enthält der Speichel des Blutegels?

Der Blutegelspeichel besteht wahrscheinlich aus mehr als 100 bioaktiven Substanzen, wovon heute nur knapp 25 bekannt sind. Die bekanntesten sind: Hirudin (hemmt die Blutgerinnung stärker als Heparin), Eglin (entzündungshemmend), Hyaluronidase (löst das Bindegewebe auf), Calin (hemmt die Aggregation der Thromozyten und verursacht die lange Nachblutung), Destabilase M (löst Blutgerinnung), Destabilase L (wirkt antibiotisch), usw.

Was kann als Folge einer Blutegelbehandlung auftreten?

Nach der Behandlung kann es 2-4 Tage zu Juckreiz mit Verfärbung rund um die Bissstelle kommen. Dies ist eine normale Reaktion des Körpers und klingt wieder ab. Auch kann sich an der Bissstelle eine kleine juckende Entzündung (wie ein Pickel) über einige Tage zeigen. Sie können diese Stellen mit verdünntem Essigwasser betupfen, Ringelblumensalbe einreiben oder mit Quarkauflage über Nacht behandeln. In keinem Falle darf an der Wunde gekratzt werden.
Jeder Blutegel kommt prinzipiell nur 1 Mal zur Anwendung. Ich bestelle die Blutegel in der Biebertaler Blutegelzucht GmbH   wo diese ausschließlich für medizinische Zwecke gezüchtet werden. Unter diesem Link können Sie auch weitere Informationen finden.

Diese Therapie ist für Sie nur bedingt oder nicht geeignet wenn:

  • Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (z.B.: Marcumar, Sintrom)
  • Sie Bluter sind oder Blutgerinnungsstörungen haben (z.B.: Diabetiker)
  • Eine Operation oder eine Geburt bevorsteht
  • Sie an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür leiden

Innerhalb von 3 Tagen vor einem operativen Eingriff oder einer Zahnentfernung darf ebenfalls kein Blutegel angesetzt werden.

Können Blutegel mehrmals gebraucht werden?

Wegen der Übertragungsgefahr von infektiösen Krankheiten ist es nicht zulässig, den gleichen Blutegel an mehreren Patienten anzusetzen. Auch wenn der Blutegel zwischen den Behandlungen mehrere Monate fastet.

Unsere Lieferanten können uns garantieren, dass die Blutegel, welche wir anbieten, noch nie an Menschen gebissen haben.

Direktlink zu Fragen und Antworten rund um Blutegeltherapie

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